Bergbau am Feldberg

Feldbergstollen 1978

Der Steinkohlenbergbau am Feldberg 

 Oberer Feldbergstollen

  Bild 2020

  Oberer Feldbergstollen

Der Stollen wurde 1854 aufgefahren


Oberer Feldbergstollen

Einfahrt

Gruben Riss

von den

Egestorffschen Steinkohlenbergwerke  am Feldberg

 Quelle:

Hauptstaatsarchiv Niedersachsen in Hannover

Kartensammlung


  Der Feldberg


Der Feldberg zwischen Hülsebrink und Bröhn gelegen gehört der Klosterkammer. Das Recht zum Bergbau wurde von  der Klosterkammer an Dritte verliehen.


Bereits 1818 , dem Gründungsjahr der Klosterkammer Hannover ,versuchte Johann Egestorff  die Bergbaurechte für den Feldberg zu pachten. Erst 1835  gelingt es Georg Egestorff  die Berbaurechte auf den Feldberg zu pachten. Der Bergbaubetrieb wurde zuerst  nur im Stollenbetrieb durchgeführt. Später wurden drei Schächte abgteuft.

Die Abraumhalden  der Stollen und des oberen Schachtes sind noch heute deutlich zu erkennen.

Im Abbaufeld ( A II) ist der Flöß von der 9 Abbaustrecke ( II 9A)  im " Vierfüßlergang" und auf robbend auf Bach liegend  zu erreichen. Der Streb ist im Originalzustand bestens erhalten.Die Höhe des Steb ist 65 cm, die Tiefe 3 m. das Flöz hat eine Mächtigkeit von 23cm bis 32 cm . Die Kohle ist an der Oberfläche weich.Es stehen noch komplett erhaltene Stempel im Streb. Begehung am 17.6.1978


1978 Skizze ( Riss )


 

Oberer Feldbergstollen

Der obere Feldbergstollen ist heute ein Naturdenkmal, Befahrungen sind nicht erlaubt, es besteht Lebensgefahr 

Die Ein- und Ausfahrt war am Hang als rundbogiges geschlossenes Trockenmauerwerk ausgeführt. Danach sind nur die Stöße als  Trockenmauer mit Deistersandstein erstellt . Das Hangende besteht aus gewachsenen Sandstein.Der Stollen hat hier eine Höhe von 2,5 m und ist 1,2 m breit.Links befindet sich eine Wasserseige, Abdrücke der Schwellen und Schienen sind im Ton gut zu erkennen. Der Schwellenabstand beträgt 1, 5 m .

Der Stollen ist an mehreren Stellen eingebrochen. Die Grundstrecke ist leicht ansteigend im Kohlenflöz aufgefahren worden, sie hatte 1978 nur  noch eine Höhe von 1,50 m. Etwa alle  20 m geht von der Grundstrecke eine Abbaustrecke ab. In den Abbaustrecken des Abbaufeldes A II sind noch deutlich die Schleifspuren der  Hufen von den Schlepptrögen zu sehen. Die jungen Schlepper haben sich an den Stößen, beim Ziehen der gefüllten Schlepptröge, in gebückter Haltung mit den Händen abgestützt. Um den Schlepptrog zu ziehen wurden am Schlepptrog Lederriemen befestigt , die der Schlepper über die Schulter legte und mit seiner ganzen Körperkraft  zog. Zur Unterstützung zog er sich mit den Händen an den Stößen vorwärts. Die Oberfläche des Tones ist hier durch das Abstützen verfestigt worden . Deutlich sind die Fingerabdrücke  selbst nach 100 Jahren eindeutig zu erkennen. Im Abbaugebiet AII ist im Streb das Flöz noch vorhanden. Das Flöz hat hier eine Mächtigkeit von nur 23 cm.

" Dicker Stein"

Stand ursprünglich vor dem " Klosterforstamt in Wennigsen . Wegweiser für die Pferdefuhleute  zu den Steinkohlenbergwerken am Bröhn

Aufnahme 1975

  Oberer Feldbergstollen Abbaufeld II 

Feldbergstollen  1978 " Vor Ort "