Goldbergbau in Kasachstan

Das Gold der Skythen


Die Skythen waren ein faszinierendes Volk, das zwischen dem 8. und dem 4. Jahrhundert v. Chr. in der eurasischen Steppe lebte. Sie waren berühmt für ihre Reitkunst und ihre Kriegerfähigkeiten, aber auch für ihre Kunst und Kultur. Sie zogen mit ihren Pferden, Schafen und Rindern von Ort zu Ort und passten sich an die verschiedenen Landschaften und Klimazonen an.

Einer ihrer mächtigsten Herrscher war Atheas, der im 4. Jahrhundert v. Chr. ein großes Reich an der Donau errichtete. Er führte Krieg gegen die Griechen, die Perser und die Thraker und starb im Kampf gegen Philipp II. von Makedonien. Sein Grab ist leider nicht erhalten, aber andere skythische Gräber zeugen von dem Reichtum und der Pracht dieser Zivilisation. Die Skythen bestatteten ihre Toten in großen Hügeln, die sie mit Steinen und Erde bedeckten. In den Gräbern fanden sich viele kostbare Gegenstände aus Gold, Silber, Bronze und Eisen, die die skythische Lebensweise und Religion widerspiegelten. Die Skythen schmückten sich gerne mit Schmuckstücken wie Armreifen, Ringen und Ketten, die oft Tier- und Pflanzenmotive zeigten. Die skythische Goldschmiedekunst war so beeindruckend, dass sie sogar die Griechen inspirierte.

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Brosche aus Kasachstan

Wissenswertes über Kasachstan

Kasachstan ist ein riesiges Land in Zentralasien, das viele spannende Fakten zu bieten hat. Es grenzt an fünf andere Länder, darunter Russland und China, und hat eine Küste am Kaspischen Meer. Die Hauptstadt ist Nur-Sultan, aber die grösste Stadt ist Almaty, die früher auch die Hauptstadt war. Kasachstan ist reich an natürlichen Ressourcen wie Öl, Gas und Mineralien, die seine Wirtschaft antreiben. Kasachstan ist auch bekannt für seine vielfältige Kultur und Landschaft, die von Steppen und Wüsten bis zu Bergen und Seen reicht.


Die Geschichte des Goldbergbaus in Kasachstan reicht bis in die Bronzezeit zurück, als die nomadischen Völker der Region begannen, die reichen Erzvorkommen in den Bergen des Altai und seiner Nachbargebiete zu nutzen. Diese Erze enthielten neben Gold auch Kupfer, Zinn und andere Metalle, die für die Herstellung von Waffen, Schmuck und anderen Gegenständen verwendet wurden. Die archäologischen Spuren dieser frühen Bergbautätigkeit sind noch heute an verschiedenen Orten im Osten Kasachstans zu finden, wo man alte Schächte, Stollen und Werkzeuge entdeckt hat.


Eines der wichtigsten Zentren des historischen Goldbergbaus war das Gebiet am Fluss Irtyš, wo drei Lagerstätten bekannt sind: Stepnjak, Stalinskoe und Bes-Tjube. Hier wurde das Gold in Form von Quarzgängen abgebaut, die teilweise mehrere Meter dick waren. Die alten Bergleute folgten diesen Gängen sowohl an der Oberfläche als auch unterirdisch und erreichten dabei Tiefen von bis zu 28 m. Die Datierung dieser Bergwerke ist schwierig, da sie über lange Zeiträume hinweg genutzt wurden, aber einige Funde deuten auf eine bronzezeitliche oder eisenzeitliche Entstehung hin.


Die Erforschung des historischen Goldbergbaus in Kasachstan begann erst im frühen 20. Jahrhundert, als der Russische Ausschuss für die Erforschung Mittel-und Ostasiens eine Expedition zum oberen Irtyš entsandte. Der Geologe V.I. Kamenskij leitete diese Expedition und sein Mitarbeiter Piletič untersuchte die alten Goldgruben in Boko (Markakol See) und Akžala, wo er Steinwerkzeuge aus den Schächten barg. Diese Werkzeuge sind heute im Museum für Archäologie in Almaty ausgestellt und zeugen von dem Geschick und dem Wissen der alten Goldschürfer in Kasachstan.



ZUM FORSCHUNGSSTAND   DER BRONZEZEITLICHEN ROHSTOFFGEWINNUNG  IN KASACHSTAN  Jennifer Garner

Kasachstan Goldproduktion


Kasachstans Goldproduktion belief sich im Jahre  2022 auf 120,000.000 kg. Dies stellt einen Anstieg im Vergleich zu den vorherigen Zahlen von 116,000.000 kg für 2021 dar.

 

 Bergbaubetrieb Bozshakol

Der Standort befindet sich in Nordkasachstan und ist von der Hauptstadt Astana aus über Straße und Schiene erreichbar.

Der Betrieb ist mit einer jährlichen Erzverarbeitungskapazität von 30 Millionen Tonnen und einer verbleibenden Lebensdauer der Mine von rund 40 Jahren ausgelegt.


Die Goldproduktion 2022  im Bergbau Bozshakol  betrug 113 Koz

( entspricht etwa. 3,5 Tonnen ).


 Goldbergbau in Kasachstan


Kazakhaltyn Mining-Metallurgical Concern JSC (KZAL) ist ein alter Hase in der kasachischen Goldbranche.

Das Unternehmen macht drei Sachen: Es sucht nach Gold, es baut Gold ab und es verarbeitet Gold. Außerdem lagert, verkauft und exportiert es Gold und andere Edelmetalle.

Das Unternehmen gibt es schon seit 1932, als man im Norden von Kasachstan Gold gefunden hat. In den 70er und 80er Jahren war das Unternehmen richtig erfolgreich und hat jedes Jahr bis zu 7t/225'055oz Gold produziert. Insgesamt hat das Unternehmen in den letzten 80 Jahren etwa 350t/11’252’761 oz Gold aus dem Boden geholt.

Das Unternehmen hat drei Minen: Die Aksu-Mine, die Bestobe-Mine und die Zholymbet-Mine. Die liegen alle im Norden von Kasachstan, in der Nähe von der Stadt Stepnogorsk.

Aksu-Goldmine - Nordkasachstan

Die Aksu-Mine ist die größte Mine des Unternehmens. Dort gibt es mehrere alte und neue Minen. Die Oktobyrskoye-Mine ist eine unterirdische Mine, die Kotenko-Mine ist eine offene Mine und die Kariernoye-Mine ist eine geplante Mine.




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RIKAZ war die Firma, die Kazakhaltyn ausgewählt hat, um die riesigen Absetzteiche für die Goldminen in der Nähe von Aksu, Zholyimbet und Bestobe zu versiegeln. Diese Städte liegen im Osten, Norden und Nordosten Kasachstans. Die Absetzteiche waren mit Geomembranen bedeckt, um zu verhindern, dass giftige Flüssigkeiten in den Boden sickern. Das war ein wichtiger Job, denn die Absetzteiche waren zusammen fast so gross wie 300 Fussballfelder.


Was sind Absetzteiche und wozu werden sie gebraucht?

In den Goldminen werden aus dem Erdreich Goldpartikel herausgewaschen. Dabei werden Schadstoffe, zum Beispiel Schwermetalle wie Blei, Arsen, Cadmium oder Quecksilber freigesetzt. Das mit diesen Schadstoffen verunreinigte Wasser wird in sogenannten Absetzteichen aufgefangen. Durch das Abdichten der Absetzteiche mit dicht verschweissten Geomembranen wird das verschmutzte Wasser isoliert und es gelangen keine Schadstoffe ins Erdreich und ins Grundwasser. Das verunreinigte Wasser der Absetzteiche wird gefiltert und danach neu genutzt. Die nach dem Filtern am Boden übrig gebliebenen, meist in Schlamm eingeschlossenen Schadstoffe, werden anschliessend fachgerecht isoliert und entsorgt.


Gürtelschnalle aus Aserbaidschan

Das sagenhafte Gold der Skythen

Goldadern, die den Skythen als Rohstoffquellen dienten, befanden sich in Kasachstan, im Altaigebirge, in Kaukasien und Siebenbürgen.  Eine  Vielzahl von Bergbaufunden belegen den Goldbergbau bereits in urgeschichtlicher Zeit.

Auch durch Handel, Goldwäsche und Kriegsfeldzüge kamen die Skythen zu ihrem Gold, das von ihren Goldschmieden kunstvoll weiter verarbeitet wurde. Schmuck und Gefäße des jahrtausendealten Goldschatzes waren mit Tieren aus der skythischen Mythologie verziert, dabei sind ein liegender Hirsch oder ein springender Panther typische und wahrscheinlich religiös besetzte Motive. 


Kopfschmuck eines Pferdes