Steinkohlebergbau England

Tisa von Schulenburg  " Menschen vor Ort "

County Durham ,das Kohlenrevier in Nord-England

Dezember 1936. Nieselregen.Kalt. 

Ich verstand nichts von dem was ich sah. Warum standen und hockten die Männer zu Hunderten auf der Straße ? Schultern hochgezogen, viele nur in einer Jacke, mit Mütze und Schal, frierenden Vögeln gleich, die im Regen auf einen Zweig hocken.

20 000 Bergarbeiter waren zu der Zeit arbeitslos.

Viele hatten keine Bleibe, das Bett, das sie über Tag benutzten,war nachts von einem anderen belegt. das Obdachlosenasyl von 10 - 5 nachm. geschlossen. Die " pups" die Wirtschaften, nur einige Stunden offen 

Bild : Darstellung von herumstehenden arbeitslosen BERGLEUTEN



England 1936

Zeche mit hohen Schornsteinen und dem Fördergerüst. Im Tal abfallend die Bergmannssiedlungen; in Reihen nebeneinandergesetzte Häuser mit hohen Kaminen ziehen sich bogenförmig entlang.

Bezugsort:England, Co. Durham

Signum: Tisa

Wohnraum eines Arbeiters

Die kahlen Wände und der Haufen Lumpen auf den Fußboden sind bedrückende Manifestationen des vorhandenen Elends.

Bezugsort: County Durham, England

Signum Tisa

Zwei englische Bergleute

In der alten Zeche gab es keine Waschkaue., schwarz zogen die Männer nach der Schicht nach Hause, wo die Frau heisses Wasser in die Bütt schütteten und den Mann den Rücken schrubben musten.

Bezugsort : County Durham, England

Signum: Tisa

 Darstellung eines vorwärtskriechender Bergmann, der seine Grubenlampe vor sich hält.

Bezugsort : County Durham

Tuschezeichnung von Tisa Schulenburg 

Jeder dritte Mann wurde schwer verletzt


Im oberen Teil arbeitet ein liegender Bergmann mit einen Abbauhammer am Kohlenstoß. Rechts ist der Anfang eines Ausbaues zu erkennen. Unten schiebt ein einzelner bergmann unter Anspannung aiier Kräfte zwei beladenen Förderwagen in einer engen, niedrigen Strecke

Bezugsort: County Durham, England

Signum: Tisa


Historischer Bergbau      um 1923


Im County Durham wurden ab 1790 erstmals nachweislich Pferde unter Tage eingesetzt. Die Spitze des britischen Einsatzes wurde im Jahre 1913 mit 70.000 Tieren erreicht. Die letzten Pferde wurden im britischen Bergbau etwa im Jahre 2000 außer Dienst gestellt.

County Durham ist stark durch den Bergbau geprägt.


Durham County, eine ursprünglich vom Bergbau geprägte Landschaft in Großbritannien, ist beispielhaft für die Ausgangslage vieler Industriegebiete: Der Niedergang der Bergwerke nach dem Zweiten Weltkrieg führte zu Arbeitsplatzverlust und Abwanderung. Anfang der 1950er Jahre beschloss man daher, 114 von 353 Bergbaudörfern – sogenannte Pit Villages – aufzugeben.

Das Projekt musste aufgegeben werden, nachdem lediglich drei Dörfer abgetragen worden waren.

Viele überwiegend junge und arbeitsfähige Menschen verließen die mit der Erschöpfung der Kohle funktionslos gewordenen Bergarbeitersiedlungen ,sie  versuchten ihr Glück durch Auswanderung in die USA und andere Länder.

Seit den 1970er Jahren verstärkte sich nochmals der Niedergang des Bergbaus. Gegen die Entscheidung der Regierung Margaret Thatchers, die Gruben durch Streichung der Subventionen aufzugeben, kam es 1984/85 zu einem großen Bergarbeiterstreik.

Weite Teile gehören seit der Schließung der letzten Mine 1994 zu den am meisten benachteiligten Gebieten Englands und haben zuletzt stark von EU-Fördermitteln zur Entwicklung und Förderung ehemaliger Bergbausiedlungen und -orte  profitiert. Mit einen Entwicklungsplan der kommenden 16 Jahre werden Projekte zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Überschuldung sowie über energetische Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen der zahlreichen alten Bergbausiedlungen  gefördert.



Das Durham-Steinkohlenrevier liegt südlich des Reviers Northumberland an der Nordostküste Englands und war Anfang des 20. Jahrhunderts mit einer Gesamtförderung von knapp 42 Mio. t Kohle (3) eines der bedeutendsten Reviere Großbritanniens. Das Steinkohlenrevier teilt sich in mehrere kleinere Abbaugebiete, von denen im Folgenden auf die Gebiete South Butterknowle und East of Wear eingegangen wird, die benachbart zueinander liegen und durch die Butterknowle-Störung hydraulisch voneinander abgegrenzt sind 


Der Schutz von Grundwasserleitern beim Grubenwasseranstieg: Grubenwassermanagement im Durham-Revier

Wird ein Steinkohlenrevier endgültig stillgelegt, entfällt auch die betriebliche Notwendigkeit, die Wasserhaltungsmaßnahmen weiterzuführen. Mit dem Abschalten der Pumpen kommt es dabei in der Regel auch zu einem Anstieg des Grubenwassers. Dieser Prozess kann sehr schnell vonstattengehen oder sich über mehrere Jahre bis hin zu Jahrzehnten erstrecken.

 In Großbritannien kam es im Abbaugebiet South Butterknowle des Durham Reviers infolge einer falschen Einschätzung der hydrogeologischen Verhältnisse zu einer Durchmischung von Gruben- und Grundwasser.