Goldbergbau in Deutschland

Goldbergbau

Goldbergbau in Deutschland


Im Gegensatz zu den zahlreichen Seifengoldvorkommen erreichte der Goldbergbau im Vergleich zu den Nachbarländern Österreich und  Tschechin keine große Bedeutung.  Die bekannten Goldlagerstätten sind u.a.  Eisenberg bei Korbach , Goldkronach im Frankenwald sowie der Rameslberg im Harz.

Gold aus den Rammelsberg


1020 Jahre kontinurlich betriebener Bergbau am Rammelsberg.

Je Tonne Erz wurden neben den Hauptprodukten Zink, Blei, Kupfer ca. 120 g Silber und 1-2 Gramm GOLD gefördert. Seit 1709 wurde das Gold aus den Erzen seperat als Güldensilber abgeschieden und und teilweise gemünzt. Die berühmten Harzer Golddukaten der Braunschweig-Wolfenbüttler Herzöge und der Hannoverschen Kurfürsten legen von dieser Periode Zeugnis ab. Bei einer Roherzförderung  von 1709 bis 1988 von 23 Millionen Tonnen ergibt sich rechnerisch ein Goldanteil von 23 Tonnen. Der Rammelsberg war somit das mit Abstand größte Goldbergwerk Deutschlands.

Quelle:

Goldbergbau in Deutschland

( Thomas Krassmann)


Goldbergbau in Goldkronach


Das am Fuße des Fichtelgebirges  liegende  Golderzrevier Brandholt - Großkronach ist hinsichtlich der Goldgehalte eine der bedeutesten Goldlagerstätten Deutschlands.Die Mineralisation ist hydrothermal und an tektonisch stark zerscherte Quarzgänge mit Mächtigkeiten von 0,1 bis 1,5 m gebunden. Neben Freigold sind die Haupterzminerale Pyrit, Arsenoperit und Antimonit vorhanden.

Der Bergbau setzte um 1370 ein und ging in zahlreichen Bergwerken mit kilometerlangen Stollenbauten um. Die Bergbauaktivitäten endeten 1861 aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit.

1920 gab es mit der Gewerkschaft BERGBAU AG FICHTELGOLD einen erneuten Versuch zur Belebung des Bergbaues.

Ein neuer Schacht "Wittmanschacht "wurde bis zu einer Teufe von 200 m aufgefahren.

Die im Schacht geförderten Erze wiesen einen Goldgehalt von 12g/t auf.

Trotz dieser guten Werte musste der Betrieb 1925 wegen Geldmangel entgültig eingestellt werden.

Der Bergbau ist heute für Besucher im Schmutzlerstollen und im Mittleren Namen Gottes Stollen zugänglich

Quelle:Dr. Thomas Krassmann: Goldbergbau in Deutschland

Eisenberg  Goldhausen


Goldführende  Störzohnen im Kieselschiefer machen den Eisenberg zu einen der bedeutendsten Goldlagerstätten in Mitteleuropa.

Die Blütezeit des  Bergbaus lag im 15. und 16. Jahrhundert.Danach waren die Erzvorräte weitgehend erschöpft, und der Abbau endete im Jahre 1619. Bis zu diesen Zeitpunkt waren mehr als 10 km Stollen und Abbaustrecken im Eisenberg aufgefahren.

Die Gesamtproduktion betrug ca. 2 Tonnen Gold.

Erst 1840 hat es weitere Versuche der Wiederbelebung des Goldbergbaues gegeben. Die PREUSSAG hat 1931 einen neuen 60 m tiefen Schacht abgeteuft und mehre 100 m  Erkundungsstrecken aufgefahren. Die Ergebnisse waren enttäuschent.  Zuletzt teufte 1981 durch eine kanadische Firma  mehre Tiefbohrungen ab. 

Trotz durchaus interessanter Ergebnisse  wurde die Exploration nicht weitergeführt.

Gegen eine moderne Exploration spricht jedoch der Naturschutz, der nicht mit einenm zeitgemäßen Bergbau zu vereinen ist.

Goldkronach

Goldwäsche im Mittelalter

An vielen deutschen Flüssen wurde Seifengold gewaschen.

Goldfelder der Hohen Tauern


Das Goldfeld der Hohen Tauern ist ein Gebiet , das vom Großglockner im Westen bis zum Gasteinertal im Osten reicht. Beiderseits des Hauptkamms nimmt es einen Streifen von je sechs bis acht Kilometer ein. Innerhalb dieses Goldfeldes finden sich eine Vielzahl von goldführenden Erzgängen, die das Gebirge nicht in gleich großen Abständen durchsetzen, sondern örtlich in Gruppen auftreten. Daher entstanden mehrere räumlich getrennte Bergbaureviere. In geologischer Hinsicht befinden sich alle Reviere in der kompliziert gebauten Sonnenblickgruppe und nehmen ein Areal von ca. 15x 12 km ein. Die Erzgänge sind ganz überwiegend in den heutigen Zentralgneis  vorhanden und reichen nur lokal bis in den darüber liegenden Marmor.

Großes Fleißtal
IMG_0124
IMG_0132
IMG_0144
IMG_0148
IMG_0124
IMG_0123
Großglockner