Goldbergbau in Neuseeland


Goldbergbau in Neuseeland

Gold war und ist eines der begehrtesten Edelmetalle der Welt.

Bis heute hat dieses Symbol für Reichtum und Macht nichts

an seiner Anziehungskraft eingebüßt.




Der Goldbergbau in Neuseeland hat eine lange Geschichte, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreicht, als das Land von einem Goldrausch erfasst wurde. Besonders die Westküste der Südinsel und die Region Otago wurden zu Zentren der Goldsucher, die ihr Glück in den Flüssen und Minen suchten. Heute ist der Goldbergbau in Neuseeland weitgehend Geschichte, aber Orte wie Ross und Hokitika bewahren das Erbe der Goldgräberzeit.


Die Geschichte der Goldgräber in Neuseeland ist eine  Mischung aus Hoffnung, Entschlossenheit und oft auch Enttäuschung. Viele kamen nach Neuseeland um Reichtum zu finden, aber nur wenige haben dies wirklich erreicht. Die Westküste, insbesondere die Stadt Ross, ist ein lebendiges Zeugnis dieser vergangenen Ära, in der Männer und Frauen alles riskierten in der Hoffnung auf den großen Fund. Heute bietet Ross Besuchern die Möglichkeit, in die Fußstapfen der Goldgräber zu treten und selbst nach Gold zu suchen, was eine geduldige und sorgfältige Arbeit ist. Die Städte entlang der Westküste, wie Hokitika, bewahren den Geist des "Wilden Westens" und bieten Einblicke in das raue Leben der Goldgräbergemeinschaften des 19. Jahrhunderts. 


Auf der Südinsel gab es während des Goldrausches in Otago, zu dem auch Arrowtown zählte, 80 Goldfelder, die jedoch innerhalb eines Jahrzehnts nach deren Ausbeutung wieder verschwanden.

Am westlichen Ostrand von Arrowtown befand sich die sogenannte „Chinesensiedlung“. Um 1870 kamen viele Chinesen in die Gegend, um in den Schluchten von Arrow River und Shotover River nach Gold zu suchen. Trotz oder auch wegen ihres Fleißes gab es viele Reibereien mit den Weißen. Deshalb mussten die Chinesen außerhalb der Siedlung leben. Einige kleine Stein- und Lehmziegelhütten sind inzwischen restauriert.


Diese Orte sind nicht nur für ihre historische Bedeutung wichtig, sondern auch für die natürliche Schönheit und das kulturelle Erbe, das sie heute repräsentieren. Sie erinnern uns daran, dass der wahre Wert oft in den Erfahrungen und Geschichten liegt, und nicht nur im materiellen Gewinn.




Goldrausch

Goldrausch in Neuseeland

Auf Neuseelands Südinsel vermitteln zahlreiche historische Bauten, Museen und Anlagen einen Einblick in den Goldrausch des 19. Jahrhunderts. Die Besucher können sich selber im Goldwaschen versuchen.

Stammen die goldenen Flecken im Arrow River wohl bloß von den Sonnenstrahlen? Oder schimmert dort pures Gold durchs Wasser? Es wäre nicht das erste Mal, dass in diesem Flussbett fingergroße Nuggets gefunden würden. Die Gegend im Süden der neuseeländischen Südinsel ist seit dem 19. Jahrhundert für ihre riesigen Goldvorkommen berühmt. Nach dem ersten Fund im Jahre 1862 strömten Goldgräber und Glücksritter aus allen Erdteilen herbei, auch solche, die zuvor schon den Goldrausch in Kalifornien und Australien mitgemacht hatten. Am Flussufer wuchs deshalb fast über Nacht eine Stadt mit mehreren tausend Einwohnern. Im 20. Jahrhundert nahm das Interesse allerdings zusehends ab, da der Abbau immer schwieriger und die Konkurrenz anderer Gegenden und Länder grösser wurde. Arrowtown schrumpfte nach und nach zum Bauerndorf, das einzig durch die Nähe der Stadt Queenstown wach gehalten wurde. Mittlerweile ist es ein Touristenmagnet, denn sein Ortskern mit weitgehend intakten hundertjährigen Bauten hat in Neuseeland Seltenheitswert.

NZZ 15.1.2010



 

 Goldminen


Die Waihi Gold Company in Neuseeland, bekannt für ihre langjährige Gold- und Silberförderung, hat sich dem nachhaltigen Bergbau verschrieben. Mit über 30 Jahren Erfahrung im verantwortungsvollen Betrieb ihrer Minen, einschließlich des erfolgreichen Tagebaus und mehrerer Untertageprojekte, legt das Unternehmen großen Wert auf Umweltschutz und die Renaturierung ehemaliger Abbaugebiete. Die jüngsten Projekte, wie das Martha Open Pit Project und das Waihi North Project, zeigen das Bestreben, die Lebensdauer der Minen zu verlängern und gleichzeitig die lokale Gemeinschaft zu unterstützen. Die Unternehmenspolitik betont die Bedeutung von Nachhaltigkeit und die Verpflichtung, die Auswirkungen des Bergbaus zu managen und positiv zur Entwicklung der Gastgemeinden beizutragen.  Die Waihi Gold Company setzt sich damit nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch für den Umweltschutz und die soziale Verantwortung ein.



Goldsucher


Neuseeland: Goldsucher findet

25 000 Dollar-Nugget

Ein Goldsucher auf der Südinsel Neuseelands ist um rund 25000 Dollar (etwa 14 700 Euro) reicher, nachdem er bei Hokitika an der Westküste einen 180 Gramm schweren Nugget gefunden hatte. Der Goldklumpen sei der größte Fund in 40 Jahren, hieß es in lokalen Medien.

In Neuseeland ist das Schürfen  noch heute beliebt. Das Land ist mit großzügigen Goldvorkommen gesegnet, und es gibt viele Stellen, an denen man nach dem gelben Metall schürfen kann, darunter der Arrow River in Otago auf der Südinsel. Der flache Teil des Flusses in der Nähe von Arrowtown ist der beste Ort, um nach Gold zu schürfen. Das Schwenken ist hier erlaubt und wird sogar gefördert, und mehrere örtliche Goldsucherfirmen vermieten Pfannen an Anfänger.




Die Martha Mine (Mine Martha) ist Neuseelands größte Gold-undSilber-Mine und befindet sich bei der Stadt Waihi, am südlichen Ende der Coromandel Peninsula auf der Nordinsel Neuseelands.

Die Mine Martha zeigt die wechselvolle Geschichte des Goldabbaus in Neuseeland. Das Bergwerk liefert heute rund 80% der neuseeländischen Fördermenge an Gold und Silber. Rund 240 Mitarbeiter sind direkt mit dem Gesteinsabbau und der Aufbereitung des Erzes beschäftigt, weitere rund 750 Menschen werden indirekt durch die Mine mit Arbeit versorgt.

Im Jahre 1852 wurden in Neuseeland die ersten Goldfunde gemacht: Charles Ring fand am Kapanga Creek Gold, der erste neuseeländische Goldrausch zog hunderte Goldgräber auf die Coromandel Peninsula. 1878 entdeckten John Mc Combie und Robert Lee auch am Martha Hill Gold. Das Erz mit seinem geringen Goldgehalt schien ihnen aber nicht abbauwürdig. Im darauffolgenden Jahr übernahm William Nicholl ein vier Acre(1,62 ha) großes Gelände und benannte es nach einer Familienangehörigen. Der Untertageabbau des Gesteins begann. DieGewinnung des Goldes aus dem Gestein vereinfachte sich 1882 mit der Inbetriebnahme der ersten Steinzerkleinerungsanlage.

Im Jahre 1890 übernahm die Waihi Gold Mining Company of London die Mine. Vier Jahre später wurde das Cyanid-Verfahren zur Goldextraktion eingeführt. Eine eigene Ausbildungseinrichtung, die Waihi School of Mines wurde 1897 eröffnet; sie wurde 1947 wieder geschlossen. 1904 wurde das sogenannte Cornish Pumphouse errichtet. 1912 streikten die Minenarbeiter von Mai bis November.

1913 errichtete die Gesellschaft am Waikato River bei Horahora das erste Wasserkraftwerk zur Stromversorgung der Mine.

Die alte Mine wurde 1952 geschlossen. Insgesamt waren in rund 70 Jahren etwa 174.160 KilogrammGold und 1.193.180 KilogrammSilber aus über 11.932.000 Tonnen Erz mit Untertageabbau herausgeholt worden. Der tiefste Stollen war dabei 600 Meter tief, 1,6 Kilometer lang und 30 Meter breit. Nach der Einstellung des Abbaus lief das Bergwerk mit Grundwasser voll.

Die Einstellung des Minenbetriebes war Ergebnis des zu dieser Zeit festgeschriebenen Weltmarktpreises für Gold, den damit unwirtschaftlichen Abbauverhältnissen und des völlig veralteten Maschinenparkes sowie eines Mangels an Arbeitskräften infolge desZweiten Weltkrieges.

Wikipedia