Hohenbosteler Stollen

 Hohenbosteler Stollen  2018

Hohenbosteler Stollen
I

 1841 konnten über den Hohenbosteler Stollen die ersten Kohlen gefördert werden. Mit Pferdefuhrwerken wurden sie bis nach Hannover transportiert. Eine eigens dafür 1842 durch Hohenbostel und Winninghausen bis zur Nenndorfer Chaussee (heute B 65)  angelegte Kohlenstraße erleichterte und verbilligte den Transport.

Abnehmer waren auch die beiden Ziegeleien in Hohenbostel: Henjes (Alte Ziegelei) und

Pape (Noltenburg).

In der Blütezeit  des Hohenbosteler Stollens zwischen 1862  und 1865 wurde mit 104 Bergleuten zwischen 15 800 t und 20 000 t Kohle jährlich gefördert .

1877 wurde ein Schienenstrang für eine Pferdebahn verlegt, die vom Stollenmundloch am Restaurant Walhalla und dem Naturfreundehaus im Bullerbachtal vorbei bis zum Bahnhof Barsinghausen reichte.

1896 waren die Kohlenfelder abgebaut, so dass die Förderung über den Hohenbosteler Stollen eingestellt wurde.


Das Abbaugebiet des staatlichen Bergwerks beschränkte sich auf den staatlichen Forstbezirk. Das Nutzungsrecht der Kohlen unter Hohenbostel verkaufte die Gemeinde 1857 dem privaten Bergwerk in Bantorf.

1821 hatte Hohenbostel 229 Einwohner, besonders durch den Bergbau vervielfältigte sie sich die Anzahl bis zur Jahrhundertwende auf 924 (1905). 




  Deisterbergbau Hauer im Streb

Skizze von Steiger F. Kort

Bergmänner des Hohenbosteler Stollens  um 1899 

Quellen:

www.barsinghausen.de

Erinnerung an den Steinkohle-Bergbau im Deistergebirge von Horst Krenzel

Die Deister-Kohlepfade


Deisterflöz