Goldbergbau im Pustental

Alpengold

Goldbergbau in Pusterwald

Mit etwas Glück kann man in den Wölzer Tauern auf Gold stoßen. Der Scharnitzbach spült das funkelnde Edelmetall nämlich zu Tal. In Pusterwald kann man die hohe Kunst des Goldwaschens lernen .

Tourismusverantwortliche in Pusterwald haben sich zur Aufgabe gemacht, diese alte romantische Sagenwelt wieder aufleben zu lassen und in unsere schnelllebige Zeit zu bringen. Das Goldwaschen kann für Jung und Alt eine erholsame und ruhige Freizeitbeschäftigung in einer wirklich noch heilen Natur darstellen.


 


Als wahrscheinlich älteste Siedler im Pusterwaldtal, einem Nebental des Pölstales, lassen sich durch Funde die Illyrer (800 – 400 v.Chr.) und die Kelten (ab 400 v.Chr.) nachweisen, wobei die später ins Land gekommenen Römer hier wahrscheinlich auch schon Gold und Silber abgebaut hatten.

Nach einer durch die Völkerwanderung bedingten menschenleeren Zeit erfolgte die Wiederbesiedlung des Tales mit bairischen und fränkischen Siedlern im 10. – 12. Jahrhundert durch geistliche und weltliche Grundherrn wie z.B. die Grafen von Montfort.
Kaiser Friedrich III. (1415 – 1493) gewährte im 15. Jahrhundert verschiedenen Leuten das Recht, das Tauerngold in Pusterwald abzubauen. Ein weiterer Nachweis auf mittelalterliche Schurftätigkeiten geht in das Jahr 1588 zurück (Wichner, 1891).

Glaubt man der mündlichen Überlieferung, so steht die Bergwelt von Pusterwald auf vier Säulen aus Gold. In einer alten Goldgräberfibel heißt es, dass ein Hüterbub sehr erstaunt über die komische Farbe der Zähne seiner Schafe war. Als er die Herde schließlich in den Stall brachte, wurden auch seine Eltern darauf aufmerksam. Die Zähne der Tiere waren vergoldet. Man führte dies auf den Gold führenden Bach und wurde der Chronik nach auch fündig.

Eine weitere Sage erzählt, daß Kühe, die im Goldsee vom Hochwart, im Schlamm standen, mit goldenen Klauen wieder herauskamen.

Die weiteren historischen Schurfarbeiten 


Erst gegen Ende des 19.Jahrhunderts begann man erneut mit Schürfarbeiten. Die aus dem Sudetenland stammenden Gebrüder Heinzl reaktivierten den Goldbergbau und belegten weite Gebiete mit Freischürfen . Sie investierten beträchtliche Summen in einzelne Begutachtungen und ließen zahlreiche Analysen sowie verschiedene Aufbereitungsversuche durchführen - teilweise sogar  mit Großproben, beispielsweise bei den Krupp-Gruson Werken in Magdeburg. Auch geophysikalische (elektrische) Schürfungen durch eine Kasseler Gesellschaft wurden vorgenommen. All dies Maßnahmen zehrten die vorhandenen Mittel jedoch  rasch auf.

Ab 1938 beauftragte das damalige Reichsamt für Bodenforschung (Zweigstelle Wien) Herr Dr. A. Thurner mit der geologischen Aufnahme des Gebietes . Zudem setzte die Lagerstatten- Forschungsstelle unter Leitung von Prof. Dr. Friedrich  bergmännische Schurfarbeiten an.
Aus Geldmangel wurden diese Arbeiten jedoch eingestellt, ohne dass die grundlegende Frage, ob die Vorkommen bauwürdig sind, eindeutig geklärt werden konnte.


DieSilbermine Zeiring GmbH wurde vor rund 35 Jahren gegründet. Seit damals positioniert sich das Unternehmen als Explorationsunternehmen auf der Suche nach Edelmetallen . Im Jahre 2006 wurde von den Silbermine Zeiring Betreibern in der Schweiz die Aurex Biomining AG als Holding gegründet. Sie ist in St. Gallen mit der Nummer CH-320.3.059.072-7 eingetragen.

Sie ist als private Aktiengesellschaft  ein in Europa tätiges Explorationsunternehmen und beschäftigt sich mit dem Aufsuchen, Untersuchen und Entwickeln von wertvollen Rohstoff- und Edelmetallvorkommen im EU-Raum, vorwiegend kritischer Rohstoffe, sowie Gold und Silber.

2019 hat die kanadische Richmond Minerals Schürfrechte der Silbermine Zeiring erworben.


Goldvorkommen im südöstlichen Gebiet der Wölzer Tauern bei Pusterwald


Aus dem südöstlichen Gebiet der Wölzer Tauern in der Nähe der Ortschaft Pusterwald sind 14 historische Goldfundorte überliefert.


Nach einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1952, verfasst von Hofrat Dr. Lukas Waagen, damaliger Chefgeologe der Geologischen Bundesanstalt a.D., gilt das Goldvorkommen in Pusterwald als „ungemein aussichtsreich“.


Bericht von  Thomas Leitner  Lehrstuhl für Rohstoffmineralogie   der Montanuniversität Leoben

                                                                             22 März 2013   Publikationsstatus    Veröffentlicht -2013


Gold in den historischen Kupferlagerstätten bei Flatschach, Steiermark

Das Projektgebiet befindet sich nördlich von Knittelfeld im Bereich des Schönbergs und des Tremmelbergs im Bezirk Murtal. In diesem Gebiet wurden gangförmige Kupferlagerstätten, die an NNE-SSW bis NE-SW streichende und steil nach NW einfallende Gangsysteme in mittelgradig metmorphen Serien des ostalpinen Kristallins gebunden sind, abgebaut. Diese Vererzungen werden derzeit hinsichtlich ihrer Goldführung von Noricum Gold Ltd. neu untersucht. Im Sommer 2011 erfolgte eine mehrwöchige geologische Aufschlusskartierung im Maßstab 1:10000 mit Aufnahme der Lithologien, geologischen Strukturen und alten Bergbauaktivitäten. Anschließend folgten die petrographische Untersuchung der Hauptlithologien (Polarisationsmikroskopie im Durchlicht) und die erzmikroskopische und mineralchemische Analyse von Erzproben (Auflichtmikroskopie, EMPA Analysen). Dazu wurden 52 Erzanschliffe von historischem Material des Universalmuseums Joanneum und aus der Sammlung von Prof. W. Paar und untergeordnet von neu aufgesammeltem Material von Halden untersucht. 


                                                                                                  Die Silbermine Zeiring GmbH hält, bewilligt durch  das                                                                                            Österreichische Bundesministerium,

                                                                                                 96 Freischurfberechtigungen nahe der Ortschaft                                                                                                           Pusterwald.


                                                                                                  Das Projektgebiet umfasst eine Fläche von etwa                                                                                                         40 km² und liegt zwischen rund 1.050 und 2.000 m                                                                                                         Seehöhe




Explorationsplanung der Silbermine Zeiring GmbH

Pressemitteilung vom 13.09.20219

Die kanadische Richmond Minerals, notiert an der Börse in Toronto, will eine Jahrhunderte alte Tradition in der Steiermark wieder aufleben lassen und Gold und Silber in Oberzeiring abbauen. Das Unternehmen hat von der Silbermine Zeiring GmbH Schürfrechte erworben. Dabei handelt es sich um 99 zusammenhängende Mineralschürfrechte, die zu 100 Prozent der Firma Aurex Biomining AG gehören.

Thomas Brunner, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Aurex, bestätigte eine Pressemitteilung der Richmond Minerals, wonach die Vereinbarung Anfang November unterzeichnet wurde. Die verkauften Schurfrechte der Mine erstrecken sich auf eine Fläche von mehr als 3.000 Hektar nahe Oberzeiring im Bezirk Murtal.


Im Projektgebiet Pusterwald, genauer gesagt im Plättenkar, wurden in den letzten Jahren durch Laboranalysen hervorragende Gehalte von bis zu 85,2 g/t Gold (Au) in Gesteinsproben nachgewiesen. Die Geophysiker Dr. Stoll (Messtechnikfirma MGT, Deutschland) und Dr. Gurk (Universität Köln) führten ergänzend geophysikalische Messungen durch.


Explorationsplanung der Silbermine Zeiring GmbH

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„Da wir in den nächsten zwei bis drei Jahren auf die ermutigenden Ergebnisse der vorangegangenen Saisonen aufbauen wollen, planen wir ein umfangreiches und weiterführendes Explorationsprogramm in vielen interessanten Abschnitten unseres Projektgebietes, mit Hauptaugenmerk auf das Plättenkargebiet:

  • systematische geochemische Probennahme zur Analyse im Labor

  • geophysikalische Messungen samt strukturgeologischer Auswertung

  • Definition von Bohrpunkten mit anschließenden Kernbohrungen

  • erste Einschätzung von Größe und Ausdehnung der Goldvererzung“

Es bestehen gute Kontakte zur örtlichen Gemeinde und zu den Grundeigentümern.